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Vierter Leserbrief - Russen Essen


Ursprungliche Variante "Russen essen"

Liebe „One“-Redaktion,

wir Russen lieben essen und ich Andrej, der Russe, esse auch gern.

Hast du, mein lieber Schreibfreund „One“, auch schon festgestellt, dass das Wort "Russen" zu fast 70 Prozent aus dem Wort "Essen" besteht? Was meinst du, ist das ganz zufällig oder geschichtlich bedingt?

Mal anders gefragt, glaubst du ernsthaft an einen Zufall, der den Namen eines Volkes bestimmen kann?

Den ganzen heutigen Morgen hat mich diese spontane Entdeckung beschäftigt. 

Für mich liegt es auf der Hand: Russen und Essen zwei untrennbare Elemente, die man mit zwei von der Natur verbundenen Materien wie Elektronen und Atomkerne vergleichen kann.

Wenn man ein Elektron vom Kern trennt, setzt man eine große Menge Energie frei. Nimm einem Russen das Essen weg und sieh, was passiert. Und so funktioniert eine russische Atombombe, liebe „One“.

Aber warum, fragst du dann, gibt es im Wort "Russen" keine Hindeutung auf das Wort "Trinken"?

Die Frage ist berechtigt. Ich wusste, das du das fragen würdest. Da kommen wir zu dem Konzept der russischen Wasserstoffbombe. Nimm einem Russen das Glas weg und bereite sich sogleich auf ewige Nacht.

Ein deutscher Kollege, den ich neulich vergaß, zum Essen einzuladen, erinnerte mich daran mit dem Satz: „Nicht, dass du ohne mich russen gehst“. Gutes Synonym, finde ich. Ist das etwa schon im Duden?

Soll ich auch meine Frau zum Essen mitnehmen?

Mit freundlichen grüßen

Dein wahrer Brieffreund Andrej, der Russe

Hamburg, Februar 2005

airrus@gmx.net


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Letzte Aktualisierung: 06.02.2005

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